Trefferanalyse

Um Missverständnissen oder falschen Erwartungen gleich vorzubeugen, eines vorab: die Trefferanalyse nimmt für sich nicht in Anspruch, die Wahrscheinlichkeit für Sechs Richtige zu erhöhen. Denn die Wahrscheinlichkeit für jede der 8.145.060 möglichen Sechser-Kombinationen aus den 45 Begegnungen ist gleich hoch nämlich 1 : 8.145.060 - wenn wir die unterschiedlichen Spielstärken der Mannschaften `mal außen vor lassen.

Wenn Sie 100 Reihen tippen, dann ist die Chance auf einen Sechser eben 100 Mal so groß nämlich rund 1 : 81.451. Natürlich nur dann, wenn Sie keine Tippreihe doppelt haben was Totofee übrigens prüft.

Mit Blick auf den Sechser ist also unerheblich, in welche der 8.145.060 möglichen Sechser-Kombinationen Sie investieren, nicht aber, wenn Sie aus einem vorgegebenen Zahlenpool möglichst viele 3er-, 4er- und 5er-Kombinationen abdecken wollen, um möglichst häufig zu gewinnen.

Beispiel: Sie wollen die Zahlen 1 bis 9 in 12 Tippreihen tippen. In der folgenden linken Tabelle werden die Tippreihen angezeigt, die mit dem VEW-System für 9 Zahlen gespielt werden. Dagegen wurden in der rechten Tabelle einfach die ersten 12 Reihen aus dem Vollsystem für 9 Zahlen gelistet, das in voller Pracht 84 Reihen aufweist - was Sie übrigens mit n über k überprüfen können.


Der linke Tipp deckt alle 3er- und 4er-Kombinationen aus den 9 Zahlen ab. Damit können Sie sicher sein, dass Sie mindestens einen Dreier haben, wenn drei der Gewinnzahlen in Ihren Zahlenpool fallen. Gleiches gilt für vier Übereinstimmungen von Gewinn- und poolzahlen.

Das sieht rechts anders aus. Sie sehen, dass die Zahlen 1, 2 und 3 quasi als Bankzahlen fungieren. Somit dürfte es nicht verwundern, dass nicht alle 3er- und 4er-Kombinationen aus den 9 Zahlen abgedeckt werden. Absolut sind es 76 von 84 (90,5 %) Dreier und 87 von 126 (69 %) der Vierer.

Die mathematisch zu erwartende Gesamtgewinnsumme bleibt jedoch gleich!

Bringen wir es auf den Punkt: der höhere Abdeckungsgrad der 3er-, 4er- und 5er-Kombinationen aus den 9 Tippzahlen gemäß der linken Tippvariante führt eher zu einem Treffer als die rechte Variante, die jedoch im Fall einer Kombinationsübereinstimmung mehrere Treffer bringt.

Und zur Erinnerung sei es hier auch noch einmal betont: Auf die Wahrscheinlichkeit für Sechs Richtige hat die Wahl der Variante links oder rechts keinen Einfluss. Denn beide Male werden zwölf 6er-Kombinationen ohne Dopplung getippt, so dass in beiden Fällen die Chance auf den Sechser 1 : 1.165.318 ist.



Zur eigentlichen Analyse:

Die Analyse beginnt mit einer einfachen statistischen Auswertung, die Aufschluss über die Häufigkeit des Auftretetens der getippten Zahlen gibt. Die beiden folgenden Statistiken machen die Ungleichverteilung für das oben genannte Beispiel deutlich.

Die Verteilung nach dem VEW-System für 9 Zahlen in 12 Tippreihen:
Die Verteilung in den ersten 12 Reihen des Vollsystems für 9 Zahlen:
Da die ersten drei Zahlen in jeder der 12 Reihen des Vollsystemausschnitts auftreten, haben sie Bankzahlencharakter und werden von Totofee blau unterlegt.

So weit - so klar.

Im Weiteren werden die Spielreihen Ihres Tipps danach analysiert, wie viele der theoretisch möglichen 3er-, 4er- und 5er-Kombinationen abgedeckt werden, ob und welche Treffergarantien der Tipp gibt.

Zur Erklärung: aus einer normalen Tippreihe, bestehend aus 6 Zahlen, lassen sich 20 Dreier-Kombinationen, 15 Vierer-Kombinationen und 6 Fünfer-Kombinationen bilden. Tippe ich nun z. B. 50 Spielreihen kann ich theoretisch 50 x 20 Dreier- Kombinationen, also 1000 abdecken.

Die sog. VEW-Systeme versuchen mit ihren Spielreihen möglichst viele der Kombinationen (3er, 4er und 5er) zu bilden, die theoretisch aus den Systemzahlen gebildet werden können. Um dies mit der geringstmöglichen Anzahl von Spielreihen realisieren zu können, müssen doppelte Kombinationen vermieden werden.

Systeme, bei denen das perfekt gelungen ist, sind das VEW712, das VEW622 und das VEW626. In diesen Systemen kommt jeder Dreier tatsächlich nur einmal vor, keiner ist doppelt.